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IT auslagern

Was macht eine IT-Abteilung? Aufgaben & Rollen erklärt

Was macht eine IT-Abteilung? Alle Aufgaben von Support über Infrastruktur und IT-Sicherheit bis Strategie – verständlich erklärt, plus was kleine Unternehmen ohne eigene IT tun.

Jens Hagel
Jens Hagel · Gründer & Geschäftsführer
12 Min. Lesezeit aktualisiert 08. August 2026
Offener Büroraum mit aufgeräumten Arbeitsplätzen – die Umgebung, die eine IT-Abteilung am Laufen hält
Inhalt in Kürze
  • Eine IT-Abteilung ist die organisatorische Einheit, die alle Informations- und Kommunikationstechnologien eines Unternehmens plant, bereitstellt, betreibt und absichert.
  • Zu den Kernaufgaben gehören Betrieb und Überwachung der IT-Infrastruktur, Anwender-Support, Verwaltung von Hard- und Software, IT-Sicherheit und die Bereitstellung von Daten zur Entscheidungsfindung.
  • Man unterscheidet operative Aufgaben (Tagesgeschäft wie Support und Wartung) und strategische Aufgaben (IT-Strategie, Innovation, Governance) – beide zusammen machen eine moderne IT-Abteilung aus.
  • Organisatorisch gibt es die unabhängige IT-Abteilung mit eigenem Budget und die an einen Fachbereich angegliederte IT; in größeren Häusern kommen verschiedene IT-Teams je Aufgabenfeld dazu.
  • Nur 22 Prozent der deutschen Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten hatten 2022 eigene IT-Fachkräfte – eine echte IT-Abteilung ist im Mittelstand die Ausnahme, nicht die Regel (Statistisches Bundesamt, November 2022).
  • Kleine und mittlere Unternehmen ohne eigene IT-Abteilung übernehmen diese Aufgaben zunehmend über eine externe IT-Abteilung als Service – bei kjello ab 29 Euro pro Arbeitsplatz und Monat.

Eine IT-Abteilung sorgt dafür, dass in einem Unternehmen alles Digitale funktioniert – vom Laptop am Empfang bis zum Server, auf dem die Buchhaltung läuft. Das ist die sichtbare Spitze. Dieser Beitrag erklärt verständlich, was eine IT-Abteilung wirklich macht: welche Aufgaben sie im Tagesgeschäft und strategisch übernimmt, wie sie aufgebaut und organisiert ist, was sie kostet und was kleine Unternehmen tun, die keine eigene haben.

Was ist eine IT-Abteilung?

Eine IT-Abteilung ist die organisatorische Einheit eines Unternehmens, die alle Informations- und Kommunikationstechnologien plant, bereitstellt, betreibt und absichert. Sie ist Bereitsteller von IT-Infrastruktur, Betreiber der Systeme und Ansprechpartner für alle Anwender zugleich – von den Endgeräten über das Netzwerk bis zu den Informations- und Kommunikationslösungen, mit denen täglich gearbeitet wird.

Ihre Aufgabe reicht damit weit über „Computer reparieren” hinaus. Die IT-Abteilung verantwortet die technische Grundlage, auf der praktisch jeder Geschäftsprozess läuft – und wacht über alle Belange der Informations- und Kommunikationstechnologie, von der Beschaffung bis zur Ausmusterung.

Bemerkenswert ist, wie selten es sie überhaupt gibt: Laut Statistischem Bundesamt beschäftigten 2022 nur 22 Prozent der Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten eigene IT-Fachkräfte. Vier von fünf Unternehmen erledigen die hier beschriebenen Aufgaben also ohne eigene Abteilung – nebenbei, verteilt oder über einen Dienstleister.

Was macht eine IT-Abteilung? Die fünf Kernaufgaben

Die Aufgaben der IT-Abteilung lassen sich in fünf Bereiche gliedern. Diese fundamentalen Aufgaben der IT-Abteilung ergeben zusammen den laufenden Betrieb, den jedes Unternehmen mit IT-Systemen braucht – ob dafür zehn Personen zuständig sind oder eine.

Patchfeld in einem Netzwerkschrank – Sinnbild für die Infrastruktur, die eine IT-Abteilung betreibt
Netzwerk, Server und Speicher sind die Basisaufgabe – sie fallen erst auf, wenn sie ausfallen.

Betrieb und Überwachung der IT-Infrastruktur

Die Hauptaufgabe der IT-Abteilung im Tagesgeschäft: Server, Netzwerk und Speicher müssen laufen, überwacht und gewartet werden. Gewährleistung und Überwachung von IT-Infrastrukturlösungen heißt praktisch, Verfügbarkeit zuzusagen, sie laufend zu messen und im Fehlerfall schnell wiederherzustellen.

Ein wachsender Teil davon liegt längst außerhalb des eigenen Serverraums, etwa das Cloud-Computing: Laut Statistischem Bundesamt nutzten 2025 rund 54 Prozent der Unternehmen ab zehn Beschäftigten kostenpflichtige Cloud-Dienste, bei 50 bis 249 Beschäftigten sogar 65 Prozent. Die Arbeit verschiebt sich damit vom Schrauben am Server zum Steuern von Identitäten, Berechtigungen und Verträgen.

Anwender-Support und Hardware

Wenn ein Drucker streikt oder ein Programm nicht startet, ist die IT-Abteilung der erste Anlaufpunkt. Zum Tagesgeschäft gehören Arbeitsplatz-Einrichtung, Hardware-Reparatur, Passwörter und die Betreuung der Anwender – oft über einen Helpdesk mit gestaffelten Support-Ebenen. Je mehr Standardfälle ein Self-Service-Portal abfängt, desto mehr Zeit bleibt für die Fälle, die Fachwissen brauchen.

Verwaltung von Software und Lizenzen

Von der Anwendungssoftware bis zum Betriebssystem: Die IT-Abteilung beschafft, installiert, aktualisiert und verwaltet die eingesetzte Software. Dazu gehört ein sauberes Lizenzmanagement, damit weder zu viel bezahlt noch gegen Vorgaben verstoßen wird. Wie sich Geräte, Software und Lizenzen über ihren Lebenszyklus steuern lassen, beschreibt unser Leitfaden zum IT-Asset-Management für KMU.

IT-Sicherheit und Datenschutz

Informationssicherheit ist heute ein wichtiger Tätigkeitsbereich der IT-Abteilung. Sie schützt vor Cyberangriffen, betreibt die Backups und verantwortet die Datensicherheitsstrategie unter Führung des IT-Sicherheitsbeauftragten, wo diese Rolle benannt ist. Dazu gehört die laufende Anpassung der DSGVO-konformen Datenschutzstrategie – jedes neue Werkzeug und jeder Cloud-Umzug ändert, wo personenbezogene Daten liegen – ebenso wie die Prüfung, ob der Betrieb unter Pflichten wie die NIS2-Richtlinie fällt.

Wichtig ist dabei eine Zuständigkeitsfrage, die oft übersehen wird. Der BSI-Standard 200-1 formuliert als erste Grundregel der Rollenverteilung: „Die Gesamtverantwortung für die Informationssicherheit verbleibt bei der Leitungsebene.” Die Geschäftsführung legt die Sicherheitsziele fest und schafft die Voraussetzungen für deren Umsetzung, die IT-Abteilung setzt sie um. Delegieren lässt sich die Umsetzung, nicht die Verantwortung.

Daten und Systeme für die Geschäftsprozesse

Schließlich stellt die IT-Abteilung die Daten und Anwendungen bereit, die das Unternehmen für seine Abläufe braucht – vom Enterprise-Resource-Planning bis zu den Auswertungen, die der Geschäftsführung Daten zur Entscheidungsfindung liefern.

Kurz gesagt: Eine IT-Abteilung betreibt die Infrastruktur, unterstützt die Anwender, verwaltet Hard- und Software, sichert alles ab und liefert die Daten, auf denen das Geschäft läuft. Fällt einer dieser Bereiche aus, spürt es das ganze Unternehmen.

Operativ oder strategisch: zwei Ebenen einer IT-Abteilung

Ein häufiges Missverständnis ist, die IT-Abteilung nur als „Feuerwehr” für Störungen zu sehen. Tatsächlich verteilen sich die Tätigkeiten der IT-Abteilung auf zwei Ebenen.

Das operative Tagesgeschäft besteht aus wiederkehrenden Aufgaben: Tickets abarbeiten, Updates einspielen, Geräte einrichten, Systeme überwachen. Vieles davon lässt sich standardisieren, doch es bindet Zeit.

Auf der strategischen Ebene geht es um Zukunftsfähigkeit: IT-Governance, die Evaluation und Einführung neuer Technologien, die Ausrichtung der IT am Unternehmensziel. Hier sorgt die IT-Abteilung für das Zusammenspiel der Systeme und plant Skalierbarkeit ein, bevor sie gebraucht wird. An dieser Stelle entscheidet sich, ob IT zum Wettbewerbsvorteil wird oder nur Kosten verursacht. Rahmenwerke wie ITIL liefern dafür Best Practices und helfen, beide Ebenen sauber zu strukturieren.

Genau an dieser Doppelrolle scheitern kleine IT-Abteilungen oft: Wer den ganzen Tag Helpdesk spielt, kommt nicht zur Strategie. Woran das liegt und was hilft, beschreibt unser Ratgeber IT-Verantwortlicher überlastet.

Wie eine IT-Abteilung aufgebaut ist

In einer größeren IT-Abteilung sind die Aufgaben auf verschiedene Rollen verteilt. Im Mittelstand landen dieselben Rollen fast immer auf einem einzigen Schreibtisch:

RolleVerantwortungIm Mittelstand meist
IT-Leitung (CIO / IT-Manager)Strategie, Budget, Ausrichtung der IT am UnternehmenszielGeschäftsführung nebenbei
System- und NetzwerkadministrationServer, Netzwerk, Speicher, Cloud-Betriebdie eine IT-Person
Anwender-Support / HelpdeskStörungen, Passwörter, Arbeitsplatz-Einrichtungdieselbe IT-Person
IT-SicherheitSchutzkonzept, Backups, Notfallvorsorge, Complianceoft niemand explizit
Entwicklung und ProjekteMigrationen, neue Anwendungen, Integrationenexterner Dienstleister

Das erklärt, warum eine kleine, aber gut organisierte IT-Abteilung so wertvoll und zugleich so verletzlich ist: Fällt die eine Person aus, fehlt sofort das Wissen auf allen fünf Zeilen gleichzeitig.

Wie IT-Abteilungen organisiert sind

Neben der Rollenverteilung unterscheiden sich IT-Abteilungen darin, wo sie im Unternehmen hängen. Eine unabhängige IT-Abteilung ist eine eigenständige Einheit mit eigenem Budget, die direkt an die Geschäftsführung berichtet – sie kann Standards durchsetzen, muss die Fachbereiche dafür aber aktiv einbinden. Ist die IT dagegen an Finanzen, Technik oder Verwaltung angegliedert, sind die Wege im Alltag kurz, doch IT-Themen konkurrieren dauerhaft mit dem Tagesgeschäft dieser Abteilung.

In größeren Häusern kommen verschiedene IT-Teams dazu: eines für die Infrastruktur, eines für die Arbeitsplätze und eines, das für die IT-Systeme eines speziellen Geschäftsprozesses zuständig ist – etwa Fertigung oder Warenwirtschaft. Der Preis dieser Aufteilung ist Abstimmung: Wer mit IT-Systemen mit unterschiedlichen Komponenten arbeitet, muss deren Interoperabilität sicherstellen, sonst entstehen Datensilos, für die sich am Ende niemand zuständig fühlt.

Warum eine eigene IT-Abteilung im Mittelstand an Grenzen stößt

Der Engpass ist selten das Budget, sondern der Arbeitsmarkt. Nach der Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte (Stand August 2025) fehlten in der deutschen Wirtschaft rund 109.000 IT-Fachkräfte; 85 Prozent der befragten Unternehmen beklagen einen Mangel, 79 Prozent erwarten eine weitere Verschärfung. Am schwersten zu besetzen sind erfahrungsgemäß Stellen für IT-Experten für IT-Sicherheit.

22 %
der Unternehmen ab 10 Beschäftigten hatten 2022 eigene IT-Fachkräfte
77 %
der Unternehmen mit ausgeschriebener IT-Stelle konnten sie 2021 nicht ohne Schwierigkeiten besetzen
109.000
offene IT-Stellen in Deutschland (Bitkom, 2025)

Die beiden ersten Werte stammen aus der IKT-Erhebung des Statistischen Bundesamts. Praktisch heißt das: Selbst wenn die Stelle bewilligt ist, dauert die Besetzung Monate – und danach hängt der Betrieb an einer Person, die auch Urlaub hat.

Dazu kommt die fachliche Breite: Ein einzelner Administrator soll heute Netzwerk, Microsoft 365, Endgeräte, Backup, Firewall und Datenschutz gleichzeitig beherrschen. Das ist keine Stelle, das sind fünf.

Unser Dienstleister war eine One-Man-Show. Solange er Zeit hatte, lief alles. Irgendwann hatte er keine Zeit mehr, und wir standen allein da.

Geschäftsführer · Internationale Spedition · 15 Mitarbeitende

Die moderne IT-Abteilung als Treiber der Digitalisierung

Die Aufgaben einer IT-Abteilung enden nicht beim Betrieb des Bestehenden. Eine moderne IT-Abteilung führt Cloud-Dienste ein, bindet Anwendungen sinnvoll aneinander, prüft den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für wiederkehrende Aufgaben und automatisiert Arbeitsabläufe. In Unternehmen mit eigener Forschung und Entwicklung ist sie früh eingebunden, etwa wenn Maschinen über das Internet der Dinge Daten liefern, die irgendwo gespeichert, gesichert und ausgewertet werden müssen.

Laptop auf einem aufgeräumten Schreibtisch – ein Arbeitsplatz, den die IT-Abteilung bereitstellt und absichert
Der eingerichtete, aktuelle und abgesicherte Arbeitsplatz ist das sichtbare Ergebnis aller fünf Kernaufgaben.

In dieser Rolle arbeitet die IT-Abteilung als Pionier: Sie testet Werkzeuge, bevor die Fachbereiche sie breit einsetzen. Von einer smarten IT-Abteilung spricht man, wenn diese Evaluation systematisch abläuft – mit Kriterien, befristeter Testphase und Abbruchoption – statt nach Zufall und Anbieterpräsentation. Damit wird die IT-Abteilung vom Verwalter zum Gestalter, statt nur den Status quo am Laufen zu halten.

IT-Abteilung als Unternehmensressource, nicht als Kostenstelle

Lange wurde die IT-Abteilung vor allem als Kostenblock betrachtet. Dieses Bild greift zu kurz. Eine gut geführte IT-Abteilung liefert Kostensenkungen sowie Kosteneffizienz im Betrieb, ermöglicht effiziente Geschäftsprozesse und einen messbaren Return on Investment – über höhere Produktivität und den Schutz vor teuren Ausfällen. Dahinter steht ein Bewusstsein der IT als Unternehmensressource: nicht als Posten, den man kürzt, sondern als Mittel, mit dem gearbeitet wird.

Welche Seite gerade überwiegt, wechselt mit der Lage. In angespannten Jahren konzentriert sich die IT-Abteilung auf die Kostensenkungen – Lizenzen konsolidieren, Altsysteme abschalten, Verträge bündeln. In Wachstumsphasen fokussiert sich die IT-Abteilung stärker auf Skalierbarkeit und neue Anwendungen. Kritisch wird es, wenn dauerhaft nur gespart wird: Technische Schulden fallen erst auf, wenn sie ausfallen.

Dass dieser Schutz kein theoretisches Argument ist, zeigt dieselbe Erhebung des Statistischen Bundesamts: 15 Prozent aller Unternehmen mit mindestens zehn Beschäftigten hatten 2021 Probleme durch IT-Sicherheitsvorfälle – 2018 waren es noch 9 Prozent. Die häufigste Folge war schlicht, dass IT-Dienste nicht mehr verfügbar waren.

Was Ihr eigener Betrieb monatlich kostet, lässt sich mit dem IT-Kosten-Rechner in wenigen Minuten überschlagen.

Achtung:

Der häufigste Rechenfehler beim Vergleich intern gegen extern ist, nur das Bruttogehalt anzusetzen. Dazu gehören Arbeitgeberanteile, Vertretung bei Urlaub und Krankheit, Weiterbildung, Zertifizierungen und Werkzeuge für Monitoring und Ticketing.

Was tun ohne eigene IT-Abteilung?

Nicht jedes Unternehmen kann oder will eine eigene, voll besetzte IT-Abteilung vorhalten. Die Lösung heißt zunehmend: eine externe IT-Abteilung. Ein spezialisierter Dienstleister übernimmt dabei genau die Aufgaben, die dieser Beitrag beschreibt – Betrieb, Support, Sicherheit und Verwaltung – als planbaren Service.

Woran Sie merken, dass Ihre bisherige IT-Organisation nicht mehr trägt:

  • Wissen hängt an einer Person. Niemand außer ihr weiß, wie das Backup wiederhergestellt wird oder wo die Firewall-Zugänge liegen.
  • Urlaub ist ein Risiko. Zwei Wochen Abwesenheit bedeuten zwei Wochen Stillstand bei allem, was kein Notfall ist.
  • Niemand kommt zur Strategie. Projekte liegen seit Monaten, weil das Tagesgeschäft alles auffrisst.
  • Keine belastbare Dokumentation. Geräte, Lizenzen und Zugänge stehen in Excel-Listen, deren Stand niemand garantiert.
  • Reaktionszeiten sind Verhandlungssache. Es gibt keine vereinbarte Frist, bis wann eine Störung angefasst wird.
  • Offboarding bleibt offen. Konten ausgeschiedener Mitarbeitender sind Wochen später aktiv.

Trifft mehr als ein Punkt zu, ist die Frage nicht mehr, ob sich etwas ändern muss, sondern in welcher Reihenfolge. Die Abwägung zwischen eigenem Aufbau und Auslagern haben wir in einem eigenen Beitrag durchgerechnet: IT-Abteilung aufbauen oder auslagern.

Auslagern heißt dabei nicht, die Kontrolle abzugeben. Viele Mittelständler behalten eine interne Ansprechperson für Prozesse und Priorisierung und geben nur den Betrieb ab – die Modelle dazu stehen unter IT-Abteilung auslagern. Nicht übertragbar bleibt die Verantwortung der Geschäftsführung für Budget, Risiko und Schutzniveau.

Tipp:

Der Vorteil einer externen IT-Abteilung: Statt einer einzelnen Person steht ein ganzes Team mit gebündeltem Fachwissen bereit, die Kosten sind planbar pro Arbeitsplatz, und das Wissen hängt nicht mehr an einem Kopf. Für viele Mittelständler ist das der wirtschaftlichere Weg zu einer professionellen IT.

Was eine IT-Abteilung als Service kostet

Ein häufiger Einwand lautet: „Ein externer Dienstleister ist doch teurer als eine eigene Kraft.” Rechnen Sie nach. Das Median-Bruttogehalt eines IT-Administrators liegt laut Stepstone-Gehaltsdaten bei rund 44.700 Euro im Jahr (Stand August 2026). Mit Arbeitgeberanteilen, Arbeitsplatz, Lizenzen, Weiterbildung und Vertretung landet eine Vollzeitstelle bei etwa 70.000 bis 90.000 Euro – für eine Person, die weder alle fünf Rollen abdecken noch krank werden darf.

kjello bündelt die Aufgaben einer kompletten IT-Abteilung zu einem festen Preis je Arbeitsplatz: 29 Euro pro User und Monat für Core – Portal, On- und Offboarding, Geräte-Management, Accounts, Self-Service und KI-gestützter Erstsupport. Antivirus und EDR kosten optional 10 Euro pro User und Monat, Microsoft-365-Lizenzen laufen als Durchleitung. Bei 50 Arbeitsplätzen sind das rund 17.400 Euro im Jahr für Core – inklusive Team, Werkzeugen und Vertretung.

Unser Zuschnitt sind Unternehmen mit 20 bis 250 Mitarbeitenden. Groß genug, dass IT richtig laufen muss. Klein genug, dass ein persönlicher Ansprechpartner noch möglich ist.

Jens HagelGründer & Geschäftsführer

Was Sie dafür bekommen, zeigt die Übersicht zu kjello im Detail: Portal, Geräte-Management, IT-Support und Sicherheit einer kompletten IT-Abteilung, gebündelt auf einer Plattform und betrieben vom Hamburger Systemhaus hagel IT. Der Wechsel muss dabei nicht am Stück passieren: Viele Unternehmen starten mit Support und Geräte-Management und ziehen Sicherheit, Backup und Telefonie später nach.

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Fazit

Eine IT-Abteilung ist mehr als der Ort, an dem kaputte Geräte landen: Sie betreibt die Infrastruktur, hält Anwender arbeitsfähig, verwaltet Hard- und Software, sichert das Unternehmen ab und liefert die Datenbasis für Entscheidungen. Ob eigene Mitarbeitende, ein Dienstleister oder eine Mischform das leisten, ist eine wirtschaftliche Frage – dass es geleistet werden muss, ist keine.

Ehrlich bleibt dabei: Für Konzerne mit großer eigener IT ist ein Modell wie kjello nicht gedacht, für reine Cloud-only-Startups ebenso wenig. Der Zuschnitt sind gewachsene Mittelständler mit 20 bis 250 Arbeitsplätzen und gemischten Systemen.

IT-AbteilungIT-OrganisationGrundlagenMittelstand

Geschrieben von

Jens Hagel

Gründer & Geschäftsführer

Jens Hagel gründete 2004 das Systemhaus hinter kjello und betreut mit seinem Team über 150 mittelständische Unternehmen. Er schreibt über das, was er in echten Firmen erlebt – praxisnah, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

Häufige Fragen

Was macht eine IT-Abteilung?
Eine IT-Abteilung plant, betreibt und sichert die gesamte Informationstechnik eines Unternehmens. Konkret heißt das: Sie überwacht die IT-Infrastruktur, hält Hard- und Software aktuell, unterstützt die Anwender bei Problemen, sorgt für Informationssicherheit und Datenschutz und stellt die Daten und Systeme bereit, die das Unternehmen für seine Geschäftsprozesse braucht.
Was sind die wichtigsten Aufgaben einer IT-Abteilung?
Die fünf Kernbereiche sind: Betrieb und Überwachung der IT-Infrastruktur (Server, Netzwerk, Cloud), Anwender-Support und Reparatur von Hardware, Verwaltung von Software und Lizenzen, IT-Sicherheit und Datenschutz sowie die strategische Planung und Weiterentwicklung der IT. Dazu kommt oft die Bereitstellung von Daten zur Entscheidungsfindung.
Was ist der Unterschied zwischen operativer und strategischer IT?
Operative IT ist das Tagesgeschäft: Support, Wartung, Updates, Störungsbehebung. Strategische IT blickt nach vorn: Welche Systeme passen zum Wachstum, wo lohnt sich eine Investition, wie sieht die Sicherheitsarchitektur in drei Jahren aus? Eine gute IT-Abteilung leistet beides – das operative Fundament und die strategische Weiterentwicklung.
Wie ist eine IT-Abteilung aufgebaut?
In größeren Unternehmen gliedert sich die IT-Abteilung in Rollen wie IT-Leitung, System- und Netzwerkadministration, Anwender-Support (Helpdesk), IT-Sicherheit und oft eine Entwicklungs- oder Projektabteilung. Im Mittelstand übernehmen ein oder zwei Personen alle diese Rollen gleichzeitig – was schnell an Grenzen stößt.
Was ist eine unabhängige IT-Abteilung?
Eine unabhängige IT-Abteilung ist eine eigenständige organisatorische Einheit mit eigenem Budget, die direkt an die Geschäftsführung berichtet. Die Alternative ist eine an Finanzen, Technik oder Verwaltung angegliederte IT. Die eigenständige Einheit kann Standards leichter durchsetzen, die angegliederte hat kürzere Wege in ihren Fachbereich.
Ab wie vielen Mitarbeitenden lohnt sich eine eigene IT-Abteilung?
Als Faustregel ist eine eigene Vollzeitstelle unter rund 50 Arbeitsplätzen selten ausgelastet und gleichzeitig ein Klumpenrisiko. Zwischen 50 und 100 Arbeitsplätzen wird es zur Abwägung, darüber kann eine eigene Abteilung sinnvoll sein – belastbar wird sie aber erst ab der zweiten Stelle, weil sonst Urlaub, Krankheit und Kündigung nicht abgedeckt sind. Darunter ist eine Mischform üblich: eine interne Ansprechperson für Prozesse und Beschaffung, ein externer Dienstleister für Betrieb, Support und Sicherheit.
Braucht jedes Unternehmen eine eigene IT-Abteilung?
Nein. Ab einer gewissen Größe und IT-Abhängigkeit lohnt sich eigenes Personal, aber viele kleine und mittlere Unternehmen betreiben ihre IT wirtschaftlicher über einen externen Dienstleister. Eine externe IT-Abteilung liefert dieselben Aufgaben als Service, ohne dass eigenes Personal aufgebaut werden muss.

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