IT-Begriffe, verständlich erklärt.
Zero Trust, MFA, KRITIS, EDR – die IT-Welt ist voller Abkürzungen, die niemand erklärt. Wir tun es: kurz, verständlich und mit dem Blick darauf, was der Begriff für ein mittelständisches Unternehmen wirklich bedeutet. Ohne Fachchinesisch, ohne Verkaufe.
25 Begriffe · 5 Themenfelder
Sicherheit
14BSI-Grundschutz
Der BSI-Grundschutz ist ein vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) herausgegebenes Methoden- und Maßnahmenwerk für Informationssicherheit. Er beschreibt in standardisierten Bausteinen, wie Organisationen ihre IT systematisch absichern und ein angemessenes Schutzniveau erreichen.
Erklärung lesenCISO (Chief Information Security Officer)
Ein CISO (Chief Information Security Officer) ist die Person, die in einer Organisation die Gesamtverantwortung für die Informationssicherheit trägt. Sie legt die Sicherheitsstrategie fest, steuert Risiken und sorgt dafür, dass technische wie organisatorische Schutzmaßnahmen zusammenpassen und eingehalten werden.
Erklärung lesenConditional Access
Conditional Access (bedingter Zugriff) ist ein Regelwerk, das bei jeder Anmeldung prüft, unter welchen Bedingungen ein Zugriff erlaubt wird – abhängig von Nutzer, Gerät, Standort und erkanntem Risiko. Passt etwas nicht ins gewohnte Muster, wird zusätzlich eine Bestätigung per MFA verlangt oder der Zugriff blockiert.
Erklärung lesenEndpoint Security
Endpoint Security umfasst alle Maßnahmen, die einzelne Endgeräte – Laptops, PCs, Smartphones und Server – vor Angriffen schützen. Weil jedes Gerät ein möglicher Einstieg ins Firmennetz ist, wird es verwaltet, aktuell gehalten, überwacht und im Ernstfall automatisch isoliert.
Erklärung lesenFirewall
Eine Firewall ist eine Sicherheitskomponente, die den Datenverkehr zwischen Netzwerken kontrolliert und nach festgelegten Regeln erlaubt oder blockiert. Sie bildet die Grenzkontrolle zwischen dem internen Firmennetz und dem Internet: Sie lässt durch, was erlaubt ist, und hält den Rest draußen.
Erklärung lesenKRITIS (Kritische Infrastrukturen)
KRITIS steht für Kritische Infrastrukturen: Organisationen und Einrichtungen mit besonderer Bedeutung für das Gemeinwesen, deren Ausfall zu Versorgungsengpässen oder erheblichen Störungen der öffentlichen Sicherheit führen würde. In Deutschland unterliegen ihre Betreiber besonderen gesetzlichen Pflichten zur IT-Sicherheit.
Erklärung lesenMulti-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA) verlangt beim Anmelden mindestens zwei unabhängige Nachweise aus verschiedenen Kategorien: etwas, das man weiß (Passwort), etwas, das man besitzt (Smartphone oder Token), und etwas, das man ist (Fingerabdruck oder Gesicht). Ein gestohlenes Passwort allein genügt dann nicht mehr für den Zugriff.
Erklärung lesenPasskey
Ein Passkey ist ein kryptografischer Anmeldeschlüssel, der das Passwort ersetzt. Er besteht aus einem privaten Schlüssel, der das Gerät des Nutzers nie verlässt, und einem öffentlichen Schlüssel beim Onlinedienst. Angemeldet wird per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN – ein geheimes Passwort, das gestohlen oder erraten werden könnte, gibt es nicht mehr.
Erklärung lesenPatch-Management
Patch-Management ist der geordnete Prozess, Software-Updates und Sicherheits-Patches für Betriebssysteme und Programme zu prüfen, kontrolliert zu verteilen und nachzuhalten. Ziel ist es, bekannte Schwachstellen zu schließen, bevor Angreifer sie ausnutzen können.
Erklärung lesenPhishing
Phishing ist ein Betrugsversuch, bei dem sich Angreifer per E-Mail, SMS oder Anruf als vertrauenswürdiger Absender ausgeben, um an Passwörter, Zugangsdaten oder Geld zu gelangen. Das Wort spielt auf das englische „fishing" an: Es wird nach Zugangsdaten geangelt, oft mit einem gefälschten Link als Köder.
Erklärung lesenRansomware
Ransomware ist eine Form von Schadsoftware, die Daten oder ganze Systeme verschlüsselt und für die Freigabe ein Lösegeld fordert (englisch „ransom"). Ohne Entschlüsselung bleibt der Betrieb blockiert – oft wird zusätzlich mit der Veröffentlichung gestohlener Daten gedroht.
Erklärung lesenSocial Engineering
Social Engineering ist die gezielte Manipulation von Menschen, damit sie Sicherheitsregeln umgehen – etwa ein Passwort verraten, eine Datei öffnen oder eine Überweisung auslösen. Angegriffen wird nicht die Technik, sondern menschliches Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Respekt vor Autorität und der Reflex, unter Zeitdruck zu handeln.
Erklärung lesenVPN (Virtual Private Network)
Ein VPN (Virtual Private Network) ist eine verschlüsselte Verbindung über ein öffentliches Netz wie das Internet. Es baut einen abgesicherten „Tunnel" auf, durch den Daten geschützt übertragen werden – etwa damit Mitarbeitende aus dem Homeoffice sicher auf Firmenressourcen zugreifen können.
Erklärung lesenZero Trust
Zero Trust ist ein IT-Sicherheitsmodell nach dem Grundsatz „niemandem vertrauen, alles prüfen": Kein Nutzer und kein Gerät gilt automatisch als vertrauenswürdig – auch nicht innerhalb des eigenen Firmennetzes. Jeder Zugriff wird einzeln geprüft und nur so weit erlaubt, wie er nötig ist.
Erklärung lesenCloud
3Cloud Computing
Cloud Computing bezeichnet die Bereitstellung von IT-Ressourcen – Rechenleistung, Speicherplatz und Software – über das Internet, abgerechnet nach Nutzung. Statt eigene Server zu kaufen und zu warten, mieten Unternehmen die benötigte Leistung bei einem Anbieter und greifen von überall darauf zu.
Erklärung lesenIAM (Identity & Access Management)
Identity & Access Management (IAM) umfasst alle Prozesse und Werkzeuge, mit denen ein Unternehmen digitale Identitäten verwaltet und steuert, wer auf welche Systeme, Anwendungen und Daten zugreifen darf. Der Kern ist das Prinzip: Die richtige Person bekommt die richtigen Rechte – und verliert sie wieder, sobald sie sie nicht mehr braucht.
Erklärung lesenMicrosoft 365
Microsoft 365 ist das cloudbasierte Abo-Paket von Microsoft, das die Office-Programme (Word, Excel, Outlook, PowerPoint) mit E-Mail (Exchange), Zusammenarbeit (Teams, SharePoint) und Cloud-Speicher (OneDrive) verbindet. Die Dienste laufen in Microsofts Rechenzentren und werden pro Nutzer und Monat abgerechnet.
Erklärung lesenGeräte
2Microsoft Intune
Microsoft Intune ist der cloudbasierte Dienst von Microsoft zur zentralen Verwaltung und Absicherung von Endgeräten – Notebooks, Smartphones und Tablets. Als Teil der Microsoft-Cloud lassen sich damit Geräte aus der Ferne einrichten, mit Sicherheitsrichtlinien versehen, aktuell halten und im Verlustfall sperren oder löschen.
Erklärung lesenMobile Device Management (MDM)
Mobile Device Management (MDM) bezeichnet die zentrale, meist cloudbasierte Verwaltung mobiler Endgeräte wie Notebooks, Smartphones und Tablets. Über eine einzige Konsole lassen sich Geräte aus der Ferne einrichten, mit Sicherheitsvorgaben versehen, aktualisieren und im Verlust- oder Diebstahlfall sperren oder löschen.
Erklärung lesenSupport
2RMM (Remote Monitoring and Management)
Remote Monitoring and Management (RMM) bezeichnet Software, mit der ein IT-Dienstleister die Geräte und Systeme eines Unternehmens aus der Ferne überwacht, wartet und im Störungsfall eingreift – häufig, bevor die Nutzer etwas bemerken.
Erklärung lesenSLA (Service Level Agreement)
Ein Service Level Agreement (SLA) ist eine vertraglich festgelegte Vereinbarung zwischen einem IT-Dienstleister und seinem Kunden, die messbare Zusagen zur Servicequalität enthält – etwa Reaktionszeiten, Lösungszeiten und die garantierte Verfügbarkeit eines Systems.
Erklärung lesenBetrieb
4Backup & 3-2-1-Regel
Ein Backup ist eine zusätzliche Kopie Ihrer Daten, mit der sich der ursprüngliche Zustand nach Verlust, Defekt oder Angriff wiederherstellen lässt. Die 3-2-1-Regel empfiehlt dafür drei Kopien der Daten auf zwei verschiedenen Medien, von denen eine an einem anderen Ort liegt.
Erklärung lesenHybrides Arbeiten
Hybrides Arbeiten bezeichnet ein Arbeitsmodell, bei dem Mitarbeitende ihre Tätigkeit zwischen Büro und externen Orten wie dem Homeoffice aufteilen. Damit das gelingt, müssen Geräte, der Zugriff auf Anwendungen und die Sicherheit an jedem Ort gleich zuverlässig funktionieren.
Erklärung lesenServer
Ein Server ist ein Computer, der Dienste, Daten oder Anwendungen für andere Geräte im Netzwerk bereitstellt. Er kann eine physische Maschine sein, eine virtuelle Instanz auf gemeinsam genutzter Hardware oder ein gemieteter Dienst in der Cloud.
Erklärung lesenVoIP (Voice over IP)
Voice over IP (VoIP) bezeichnet das Telefonieren über das Internet statt über das klassische Telefonnetz. Die Sprache wird digitalisiert, in Datenpakete zerlegt und über dieselbe Leitung übertragen, die auch für E-Mail und Internet genutzt wird.
Erklärung lesenManche Begriffe erklären wir noch tiefer
Diese Themen behandeln wir im Blog ausführlich – mit Beispielen, Kosten und Praxisbezug.
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