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IT-Wissen · Sicherheit

Single Sign-on (SSO): einmal anmelden, überall drin

Kurz erklärt

Single Sign-on (SSO) ist ein Anmeldeverfahren, mit dem sich Nutzer einmal zentral authentifizieren und danach ohne erneute Passworteingabe auf mehrere verbundene Anwendungen und Dienste zugreifen. Statt vieler Einzelpasswörter gibt es eine zentrale, abgesicherte Identität.

  • Single Sign-on (SSO) ersetzt viele Einzelanmeldungen durch eine zentrale Anmeldung – ein Login für viele Anwendungen.
  • Technisch läuft SSO über Standards wie SAML und OpenID Connect (OIDC), die die Anmeldung an einen zentralen Identitätsanbieter delegieren.
  • SSO ist nicht dasselbe wie Multi-Faktor-Authentifizierung: SSO regelt die Bequemlichkeit und Zentralisierung, MFA die Stärke der Anmeldung – am besten kombiniert man beides.

Was Single Sign-on ist

Single Sign-on löst ein Alltagsproblem, das jeder kennt: zu viele Passwörter. In einem typischen Unternehmen nutzt jede Person ein Dutzend Anwendungen oder mehr – jede mit eigenem Login. Das Ergebnis sind schwache, wiederverwendete oder auf Zetteln notierte Passwörter. SSO dreht das um: eine zentrale Anmeldung, von der alle verbundenen Dienste abgeleitet werden.

Der Nutzer meldet sich einmal an einem zentralen Identitätsanbieter an und greift danach ohne erneute Eingabe auf alle angebundenen Anwendungen zu. Aus vielen schwachen Türen wird ein gut bewachtes Tor.

Wie SSO technisch funktioniert

Hinter SSO stehen offene Standards, die die Anmeldung an einen zentralen Identitätsanbieter delegieren. Die beiden wichtigsten sind SAML (verbreitet bei Unternehmensanwendungen) und OpenID Connect (OIDC) (der modernere, web- und App-orientierte Standard). Vereinfacht läuft es so: Eine Anwendung schickt den Nutzer zur Anmeldung an den Identitätsanbieter, dieser prüft die Identität und bestätigt sie der Anwendung über ein signiertes Token. Die Anwendung selbst sieht das Passwort nie – sie vertraut der Bestätigung. Damit SSO wirkt, müssen Konten sauber angelegt und beim Austritt zuverlässig entzogen werden – Aufgabe eines automatisierten Onboardings und Offboardings.

SSO ist nicht MFA – der wichtige Unterschied

Ein häufiges Missverständnis: SSO und Multi-Faktor-Authentifizierung werden verwechselt oder für Alternativen gehalten. Tatsächlich lösen sie unterschiedliche Probleme. SSO regelt die Zentralisierung (einmal statt überall anmelden), MFA regelt die Stärke der Anmeldung (ein zweiter Faktor zusätzlich zum Passwort).

Kurz gesagt: SSO macht die Anmeldung einfacher, MFA macht sie sicherer. Weil bei SSO ein zentraler Zugang viele Türen öffnet, gehört genau dieser Zugang mit MFA – idealerweise mit Passkeys – besonders geschützt.

Nutzen für den Mittelstand

Für Unternehmen bringt SSO gleich mehrfachen Gewinn: weniger Passwort-Frust und Support-Aufwand, höhere Sicherheit durch eine zentral absicherbare Anmeldung und ein sauberes Fundament für die Verwaltung von Zugriffen. Besonders wertvoll wird es im Zusammenspiel mit dem Lebenszyklus von Konten: Wird ein zentrales Konto beim Austritt deaktiviert, sind mit einem Schlag alle angebundenen Zugänge gesperrt – ein großer Sicherheitsgewinn beim On- und Offboarding.

Bei kjello ist die zentrale Verwaltung von Identitäten und Anmeldungen Teil des Portals – SSO, Multi-Faktor-Authentifizierung und der Konten-Lebenszyklus greifen ineinander, statt als Insellösungen nebeneinanderzustehen. So wird aus dem Passwort-Chaos eine gut kontrollierte, zentrale Identität.

Häufige Fragen zu Single Sign-on (SSO)

Was ist Single Sign-on einfach erklärt?

Single Sign-on bedeutet: Sie melden sich einmal an – etwa an Ihrem Microsoft-Konto – und können danach ohne erneute Passworteingabe auf alle verbundenen Anwendungen zugreifen. Statt sich zehn Passwörter zu merken, gibt es eine zentrale, gut abgesicherte Anmeldung.

Ist Single Sign-on sicherer als viele Einzelpasswörter?

In der Regel ja. Viele Einzelpasswörter führen zu schwachen, wiederverwendeten Kennwörtern – das größte Passwortrisiko überhaupt. SSO zentralisiert die Anmeldung an einem Punkt, der stark abgesichert werden kann, etwa mit Multi-Faktor-Authentifizierung. Wichtig ist, genau diesen zentralen Zugang besonders zu schützen.

Was ist der Unterschied zwischen SSO und MFA?

SSO regelt, wie oft und wo Sie sich anmelden – einmal zentral statt überall einzeln. MFA regelt, wie sicher diese Anmeldung ist – durch einen zweiten Faktor zusätzlich zum Passwort. Beides ergänzt sich: SSO für Komfort und Zentralisierung, MFA für die Stärke. Am besten setzt man beide gemeinsam ein.

Wie funktioniert SSO in Microsoft 365?

In der Microsoft-Welt übernimmt Microsoft Entra ID die Rolle des zentralen Identitätsanbieters. Anwendungen – Microsoft-365-Dienste ebenso wie viele Drittanbieter-Apps – vertrauen dieser Anmeldung über Standards wie SAML oder OpenID Connect. Der Nutzer meldet sich einmal an Entra ID an und ist damit überall angemeldet.

Verwandte Begriffe

Cloud

IAM (Identity & Access Management)

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Ein Passkey ist ein kryptografischer Anmeldeschlüssel, der das Passwort ersetzt. Er besteht aus einem privaten Schlüssel, der das Gerät des Nutzers nie verlässt, und einem öffentlichen Schlüssel beim Onlinedienst. Angemeldet wird per Fingerabdruck, Gesichtserkennung oder Geräte-PIN – ein geheimes Passwort, das gestohlen oder erraten werden könnte, gibt es nicht mehr.

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