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On- & Offboarding

Onboarding in Microsoft 365 automatisieren: die 3 Wege

Mitarbeiter-Onboarding in Microsoft 365 & Entra ID automatisieren: was sich automatisieren lässt, die 3 Wege (manuell, selbst bauen, als Service) – und welcher für den Mittelstand passt.

Jens Hagel
Jens Hagel · Gründer & Geschäftsführer
4 Min. Lesezeit
Onboarding in Microsoft 365 automatisieren: die 3 Wege
Inhalt in Kürze
  • Beim Onboarding in Microsoft 365 lassen sich Benutzerkonto, Lizenzzuweisung, Gruppen und Berechtigungen, Teams-, SharePoint- und OneDrive-Zugänge sowie die Geräteeinrichtung automatisieren.
  • Es gibt drei Wege: manuell im Admin Center, selbst gebaut mit Power Automate, PowerShell oder Entra-ID-Lifecycle-Workflows, oder fertig als Service über einen IT-Dienstleister.
  • Selbst bauen ist mächtig, kostet aber Entwicklungs- und Wartungsaufwand und setzt internes Know-how voraus – im Mittelstand oft der Engpass.
  • Automatisiertes Onboarding spart pro neuem Mitarbeitenden Stunden und stellt sicher, dass am ersten Arbeitstag alle Zugänge, Lizenzen und Berechtigungen korrekt bereitstehen.
  • kjello automatisiert On- und Offboarding auf Basis von Microsoft 365 als fertigen Workflow – ohne dass Sie selbst Power-Automate-Flows bauen und pflegen müssen.

Ein neuer Mitarbeitender fängt an – und die IT arbeitet eine Liste von fünfzehn Handgriffen ab: Konto anlegen, Lizenz zuweisen, in die richtigen Gruppen aufnehmen, SharePoint-Berechtigungen setzen, Teams hinzufügen, Postfach einrichten, Gerät vorbereiten. Jeder Schritt manuell, jeder Schritt eine mögliche Fehlerquelle. Dabei lässt sich fast alles davon in Microsoft 365 automatisieren. Dieser Ratgeber zeigt, was geht, welche drei Wege es gibt – und welcher für den Mittelstand wirklich passt.

Was sich beim M365-Onboarding automatisieren lässt

Beim Onboarding eines Benutzers in Microsoft 365 lässt sich der Großteil der Schritte automatisiert bereitstellen – idealerweise ausgelöst durch ein einziges Ereignis, etwa das Einstellungsdatum des Mitarbeitenden aus dem HR-System. Wie HR und IT dabei ineinandergreifen, entscheidet über den Rest:

  • Benutzerkonto in Microsoft Entra ID anlegen, mit korrekten Stammdaten
  • Microsoft-365-Lizenz automatisch zuweisen – passend zur Rolle
  • Gruppen und Verteiler: Aufnahme in die richtigen Sicherheits- und Verteilergruppen
  • Berechtigungen für SharePoint-Seiten, Teams-Kanäle und Fachanwendungen
  • Postfach, OneDrive und Teams einrichten und mit Standardinhalten befüllen
  • Gerät vorbereiten, das sich beim ersten Anmelden selbst konfiguriert

Der Effekt: Statt Stunden manueller Klickarbeit ist der neue Mitarbeitende am ersten Arbeitstag produktiv – und nichts wird vergessen. Was in eine gute Onboarding-Checkliste gehört, zeigt unser Ratgeber IT-Onboarding Checkliste.

Die drei Wege zur Onboarding-Automatisierung

Weg 1: Manuell im Microsoft 365 Admin Center

Der Ausgangspunkt vieler Unternehmen: Ein Administrator legt jeden Benutzer von Hand im Admin Center an und arbeitet die Schritte einzeln ab. Das funktioniert, ist aber langsam, fehleranfällig und skaliert schlecht. Bei mehreren Eintritten im Monat wird es schnell zum Zeitfresser – und vergessene Berechtigungen oder falsch zugewiesene Lizenzen sind vorprogrammiert.

Weg 2: Selbst automatisieren mit den Microsoft-Werkzeugen

Microsoft bietet mehrere Werkzeuge, um Onboarding-Workflows selbst zu bauen:

  • Power Automate (Teil der Power Platform): Cloud-Flows verketten Aktionen ohne viel Code – etwa „neuer Eintrag in Microsoft Forms oder HR-System → Benutzer anlegen → Lizenz zuweisen → Teams-Nachricht an die Führungskraft”.
  • PowerShell mit Microsoft Graph: skriptbasierte Automatisierung für alle, die maximale Kontrolle wollen. Mächtig, aber Sache von IT-Profis.
  • Windows Autopilot: das Gerät konfiguriert sich beim ersten Einschalten selbst — es muss vorher niemand Hand anlegen.
  • Lifecycle-Workflows in Microsoft Entra ID Governance: regelbasiertes On- und Offboarding direkt in Entra ID, etwa Konten X Tage vor dem Einstellungsdatum automatisch bereitstellen. Setzt einen Premium-Plan voraus.

Zunehmend kommt KI ins Spiel: Microsoft Copilot kann beim Erstellen von Power-Automate-Flows unterstützen und Routineschritte vorschlagen. Das senkt die Einstiegshürde, ersetzt aber weder das Verständnis der zugrunde liegenden Prozesse noch die laufende Pflege der automatisierten Workflows.

Der Haken beim Selbstbauen: Die Workflows sind einmalig aufwendig zu konfigurieren und müssen laufend gewartet werden. Ändert Microsoft ein Feature oder kommt eine neue Anforderung, müssen die Flows nachgezogen werden – sonst brechen sie unbemerkt. Das setzt internes Know-how voraus, das im Mittelstand oft der Engpass ist.

Weg 3: Onboarding als fertigen Service

Der dritte Weg: Ein IT-Dienstleister richtet die Automatisierung passend zu Ihrem Microsoft-365-Mandanten ein und betreibt sie – inklusive Wartung und Anpassung. Sie bekommen das Ergebnis (Onboarding auf Knopfdruck), ohne selbst zum Power-Automate-Entwickler zu werden. Genau das leistet die Onboarding- und Offboarding-Automatisierung von kjello.

Welcher Weg für den Mittelstand passt

Die Entscheidung hängt weniger von der Technik als von den vorhandenen Ressourcen ab:

WegPasst, wenn …Nachteil
Manuellsehr wenige Eintritte, kein Automatisierungsbedarfzeitaufwendig, fehleranfällig
Selbst baueneigene, gut ausgestattete IT-Abteilung mit Power-Platform-Know-howBau- und Wartungsaufwand, Abhängigkeit vom internen Wissen
Als Servicekein dediziertes IT-Team oder keine Kapazität für Flow-PflegeAuswahl eines verlässlichen Dienstleisters nötig

Für die meisten kleinen und mittleren Unternehmen ist Weg 3 der wirtschaftlichste: Sie haben selten einen Power-Automate-Spezialisten im Haus, und die Wartung selbstgebauter Flows bindet genau das knappe Know-how, das anderswo gebraucht wird. Ein fertiger Service liefert dieselbe Effizienz, ohne die Abhängigkeit von einer einzelnen Person.

Offboarding nicht vergessen – das unterschätzte Sicherheitsrisiko

Onboarding-Automatisierung denkt man meist zuerst. Das größere Risiko liegt aber beim Austritt: Wird ein Konto beim Offboarding nicht zuverlässig deaktiviert, bleiben E-Mail, Daten und Lizenzen offen – ein Sicherheitsrisiko und unnötige Kosten. Automatisierte Offboarding-Workflows sperren Konten zum Stichtag, archivieren Daten regelkonform, entziehen Berechtigungen und geben die 365-Lizenzen wieder frei. Welche Schritte dabei DSGVO-konform zusammengehören, führt unsere Offboarding-Checkliste im Detail auf. So bleibt kein verwaistes Konto zurück, das später jemand ausnutzt.

So automatisiert kjello Ihr Onboarding

Kurz gesagt: kjello bündelt das komplette On- und Offboarding zu einem Workflow auf Basis von Microsoft 365 und Entra ID. Aus einem Auslöser werden Konto, Lizenz, Gruppen, Berechtigungen und Gerät bereitgestellt – und beim Austritt genauso zuverlässig wieder entzogen. Sie pflegen keine Flows, sondern klicken einen Mitarbeitenden an.

Statt selbst Power-Automate-Flows zu bauen und zu warten, bekommen Sie die Automatisierung fertig eingerichtet und laufend betreut – zukunftssicher, weil kjello Microsoft-Änderungen für Sie nachzieht. Wie das im Portal aussieht, zeigt die Übersicht zu kjello im Detail. So wird aus einem halben Tag Handarbeit pro Eintritt ein Vorgang von wenigen Minuten – transparent nachvollziehbar und ohne vergessene Schritte.

OnboardingMicrosoft 365AutomatisierungMittelstand

Geschrieben von

Jens Hagel

Gründer & Geschäftsführer

Jens Hagel gründete 2004 das Systemhaus hinter kjello und betreut mit seinem Team über 150 mittelständische Unternehmen. Er schreibt über das, was er in echten Firmen erlebt – praxisnah, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

Häufige Fragen

Was lässt sich beim Onboarding in Microsoft 365 automatisieren?
Das Anlegen des Benutzerkontos in Microsoft Entra ID, die Zuweisung der passenden Microsoft-365-Lizenz, die Aufnahme in Gruppen und Verteiler, Berechtigungen für SharePoint und Teams, die Einrichtung von OneDrive und E-Mail sowie die Bereitstellung des Geräts. Im Idealfall läuft all das aus einem einzigen Auslöser, etwa dem Einstellungsdatum aus dem HR-System.
Welche Microsoft-Werkzeuge gibt es zur Onboarding-Automatisierung?
Drei sind verbreitet: Power Automate für Cloud-Flows ohne viel Code, PowerShell mit Microsoft Graph für skriptbasierte Automatisierung, und die Lifecycle-Workflows in Microsoft Entra ID Governance für regelbasiertes On- und Offboarding. Welches Werkzeug passt, hängt von Ihrem Microsoft-365-Plan und dem verfügbaren Know-how ab.
Lohnt sich der Aufwand, Onboarding selbst zu automatisieren?
Für Unternehmen mit eigener, gut ausgestatteter IT-Abteilung ja. Für kleine und mittlere Unternehmen selten: Der Bau der Workflows ist einmalig aufwendig, die laufende Wartung bindet Know-how, und bei Microsoft-Änderungen müssen die Flows nachgezogen werden. Häufig ist ein fertiger Service wirtschaftlicher als eine selbst gebaute und gepflegte Lösung.
Warum ist automatisiertes Offboarding ein Sicherheitsthema?
Weil vergessene Zugänge das größte Risiko sind. Wird ein Konto beim Austritt nicht zuverlässig deaktiviert, bleiben E-Mail, Daten und Lizenzen offen – ein Einfallstor und unnötige Kosten zugleich. Automatisiertes Offboarding sperrt Konten, archiviert Daten regelkonform und gibt Lizenzen frei, ohne dass ein Schritt vergessen wird.
Brauche ich für die Automatisierung Microsoft Entra ID P2?
Für die integrierten Lifecycle-Workflows in Entra ID Governance ja, dafür ist ein Premium-Plan nötig. Power Automate und PowerShell funktionieren auch mit kleineren Plänen. Bei kjello müssen Sie sich um diese Lizenzfragen nicht selbst kümmern – wir setzen die Automatisierung passend zu Ihrem Microsoft-365-Mandanten auf.

Onboarding automatisieren mit kjello

Konten, Lizenzen, Gruppen und Geräte per Workflow statt Checkliste – kjello automatisiert On- und Offboarding auf Basis von Microsoft 365, fertig eingerichtet.