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IT-Sicherheit

Passwortmanager-Vergleich: 8 Lösungen für Unternehmen

Passwortmanager für Unternehmen im Vergleich: 8 Lösungen von Bitwarden bis Passbolt, nach Anwendungsfall einsortiert — mit Preisen und dem BSI-Befund.

Jens Hagel
Jens Hagel · Gründer & Geschäftsführer
9 Min. Lesezeit
Massive Tresortür aus Stahl – Sinnbild für den Passwortmanager-Vergleich für Unternehmen
Inhalt in Kürze
  • Ein Passwortmanager-Vergleich für Unternehmen entscheidet sich nicht am Funktionsumfang, sondern an vier Fragen: Wer darf was sehen, wie kommt ein Zugang im Notfall wieder heraus, wo liegen die Daten, und wer betreibt das Ganze.
  • Das BSI hat im Dezember 2025 zehn Passwortmanager des Verbrauchermarkts untersucht. Bei drei der zehn Produkte war das Passwort so gespeichert, dass der Hersteller theoretisch darauf zugreifen konnte — die Behörde rät trotzdem ausdrücklich zur Nutzung, weil wiederverwendete Passwörter das größere Risiko sind.
  • Drei der acht hier betrachteten Anbieter nennen auf ihrer Preisseite keinen festen Listenpreis: Bei Keeper, Dashlane und NordPass erscheint der Betrag erst nach Angabe der Nutzerzahl oder auf Anfrage (Stand 07.08.2026).
  • Quelloffene Lösungen wie Bitwarden, Passbolt, KeePass und Vaultwarden kosten wenig bis nichts an Lizenz — sie verlagern die Kosten in den Eigenbetrieb. Das rechnet sich nur mit eigener Admin-Kapazität.
  • Ein Passwortmanager löst die Ablage, nicht den Prozess. Wenn beim Austritt niemand den Tresor übergibt, liegt der Zugang danach genauso offen wie in der Excel-Liste vorher.

Wer einen Passwortmanager für Unternehmen sucht, findet in zehn Minuten fünfzehn Anbieter und in zwanzig Minuten keine Entscheidung mehr. Die Funktionslisten gleichen sich, die Testberichte widersprechen sich, und die Preise stehen oft gar nicht erst auf der Seite. Dieser Vergleich sortiert acht Lösungen nach Anwendungsfall ein — mit den Kriterien, nach denen sortiert wurde, und mit dem, was das BSI bei seiner eigenen Untersuchung gefunden hat.

Was ein Passwortmanager im Unternehmen leisten muss

Ein Passwortmanager für Unternehmen bedeutet: ein verschlüsselter Tresor, in dem Zugangsdaten nicht nur einer Person, sondern definierten Gruppen zugeordnet sind — mit nachvollziehbarem Zugriff und einem geregelten Weg, wie ein Zugang wieder herauskommt, wenn die zuständige Person nicht mehr da ist.

Der Unterschied zur privaten Variante liegt nicht in der Verschlüsselung, sondern in der Organisation. Privat genügt ein Tresor für eine Person. Im Unternehmen brauchen Sie geteilte Tresore je Team, ein Rechtemodell, eine Protokollierung und ein Verfahren für den Ernstfall. Wer diese vier Dinge nicht prüft, kauft eine schönere Excel-Liste.

Kurz gesagt: Der Funktionsumfang trennt die Anbieter kaum noch. Was sie trennt, ist das Rechtemodell, der Notfallzugriff, der Datenstandort und die Frage, wer den Betrieb übernimmt.

Der BSI-Befund: zehn Produkte, drei mit theoretischem Herstellerzugriff

Im Dezember 2025 hat das BSI gemeinsam mit dem FZI Forschungszentrum Informatik zehn Passwortmanager auf ihre Sicherheitseigenschaften untersucht. Das Ergebnis steht in der Meldung „BSI identifiziert Verbesserungsbedarf bei Passwortmanagern”: Drei der zehn Produkte speicherten Passwörter so, dass der Hersteller theoretisch darauf zugreifen konnte. Die vollständige Analyse liegt als Bericht „IT-Sicherheit auf dem digitalen Verbrauchermarkt: Fokus Passwortmanager” vor.

Ein Hinweis zur Einordnung: Die Untersuchung betrachtet den digitalen Verbrauchermarkt, nicht speziell Unternehmensausgaben. Welche zehn Produkte geprüft wurden und welche drei betroffen waren, sortiert der Bericht selbst; die Auswahl deckt sich nur teilweise mit den hier verglichenen Business-Editionen. Übertragbar ist die Fragestellung, nicht das Einzelergebnis.

Bemerkenswert ist die Schlussfolgerung der Behörde. Sie rät trotz der Mängel ausdrücklich zur Nutzung: Passwortmanager seien ein essenzielles Sicherheitswerkzeug, und das Risiko wiederverwendeter oder schwacher Passwörter wiege deutlich schwerer als die gefundenen Umsetzungsfehler. Für die Auswahl heißt das: Fragen Sie den Anbieter, wo das Master-Geheimnis liegt und ob das Sicherheitskonzept öffentlich dokumentiert ist. Genau diese Offenlegung empfiehlt das BSI den Herstellern — Sicherheitskonzepte, Systemarchitektur und eingesetzte Kryptografie sollen öffentlich dokumentiert sein.

Für quelloffene Lösungen gibt es eine zweite, separate Prüfung: Im Projekt CAOS 3.0 hat das BSI 2024 den Quellcode von KeePass und Vaultwarden analysiert. Bei Vaultwarden fanden die Prüfer zwei Schwachstellen der Einstufung „hoch”, wie die Meldung „BSI untersucht Open Source Software KeePass und Vaultwarden” festhält — gemeldet über ein Responsible-Disclosure-Verfahren, und die Entwickler haben nach Angaben des BSI bereits reagiert. Quelloffen heißt eben nicht fehlerfrei, sondern überprüfbar; genau das hat hier funktioniert.

Die Kriterien, nach denen hier sortiert wurde

Damit der Vergleich nachvollziehbar bleibt, liegen die Maßstäbe offen. Es sind die fünf Punkte, an denen in der Praxis Projekte scheitern — nicht die Punkte, an denen Anbieter gern verglichen werden:

  • Rechtemodell. Lassen sich Tresore je Team, Rolle und Einzelzugang trennen, oder sieht am Ende jeder alles?
  • Notfall- und Administrationszugriff. Gibt es ein dokumentiertes Verfahren, um einen Account zu übernehmen, wenn die Person ausfällt oder kündigt?
  • Datenstandort und Vertragslage. Wo liegen die Daten, gibt es einen Auftragsverarbeitungsvertrag, ist die Architektur so gebaut, dass der Anbieter selbst nicht hineinsehen kann?
  • Anbindung an die Identität. Kommen neue Nutzer automatisch aus Entra ID oder dem Verzeichnisdienst, oder pflegt jemand zwei Listen parallel?
  • Betriebsaufwand. Wer patcht, überwacht und sichert — und wer wird angerufen, wenn es um 8 Uhr nicht geht?

Der fünfte Punkt ist der, der am häufigsten unterschätzt wird. Eine lizenzkostenfreie Lösung ist nur dann günstig, wenn jemand da ist, der sie betreibt. Wer die Auswahl systematisch führen will, findet in der IT-Sicherheits-Checkliste für den Mittelstand und in unseren Checklisten zum Download die passenden Vorlagen.

Die acht Lösungen im Vergleich

Alle Preisangaben stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 07.08.2026. Sie sind Netto-Listenpreise und ändern sich; ein Angebot kann davon abweichen.

LösungListenpreis (Stand 07.08.2026)BetriebPasst besonders, wenn …
BitwardenTeams 4 USD, Enterprise 6 USD / Nutzer / Monat, jährlichCloud oder selbst gehostetBudget knapp ist und offener Quellcode gewünscht wird
1PasswordBusiness 8,99 USD / Nutzer / Monat, jährlich · Teams Starter Pack 24,95 USD / Monat für 10 Personen, jährlichCloudBedienbarkeit und SSO-Anbindung Priorität haben
Keepernicht statisch ausgewiesen, „pro Benutzer/Monat, jährliche Zahlweise”Cloudein durchgestuftes Rollenmodell gebraucht wird
Dashlanenicht statisch ausgewiesen, jährliche AbrechnungCloudkompromittierte Zugangsdaten aktiv überwacht werden sollen
NordPass Businessdynamisch, Abrechnung in USD; Teams genau 10 Nutzer, Business/Enterprise ab 5Cloudein kleines Team mit fester Größe startet
heyloginBusiness 3,99 € jährlich / 4,99 € monatlich, Enterprise auf AnfrageCloudein Euro-Listenpreis und europäische Positionierung zählen
PassboltCommunity kostenlos (AGPLv3) · Pro 4,50 € / Nutzer / Monat, jährlich, ab 10 Nutzernselbst gehostet oder Cloudselbst gehostet werden soll, aber mit Support-Option
KeePass / Vaultwardenlizenzkostenfreiausschließlich selbst betriebeneigene Admin-Kapazität vorhanden ist

Drei der acht Anbieter nennen auf ihrer Preisseite keinen festen Betrag: Bei Keeper, Dashlane und NordPass wird er erst nach Auswahl der Nutzerzahl dynamisch nachgeladen oder auf Anfrage genannt. Bei heylogin und Passbolt steht der Einstiegspreis offen, nur die jeweils oberste Stufe läuft über ein Angebot. Das ist branchenüblich, macht den Vergleich aber teurer, als er sein müsste.

Preise gehören auf die Website. Wer sie versteckt, verkauft über das Gespräch — und der Kunde merkt das.

Jens HagelGründer & Geschäftsführer

Inhaltlich lassen sich die acht in drei Lager teilen. Bitwarden, Passbolt, KeePass und Vaultwarden sind quelloffen: geringe bis keine Lizenzkosten, dafür Verantwortung im eigenen Haus. 1Password, Keeper, Dashlane und NordPass sind klassische Cloud-Produkte mit ausgebauter Verwaltung und entsprechendem Preis. heylogin sitzt dazwischen — Cloud, aber mit Euro-Preis und europäischer Ausrichtung, was für Unternehmen mit strengen Datenschutzvorgaben ein Argument sein kann.

Achtung:

Prüfen Sie den Administrationszugriff vor dem Kauf, nicht beim ersten Austritt. Liegt ein betrieblicher Zugang nur im persönlichen Tresor der ausgeschiedenen Person, hilft weder Support noch Backup — das ist bei Zero-Knowledge-Architekturen kein Fehler, sondern Absicht.

Wo kjello steht — und wo nicht

Ehrlich vorweg: kjello ist kein Passwortmanager und tritt gegen keinen der acht an. kjello ist die IT-Abteilung als Service für den Mittelstand — ein Self-Service-Portal für On-/Offboarding, Geräte-Management und IT-Support, betrieben vom Hamburger Systemhaus hagel IT (seit 2004).

Zum Portal gehört ein verschlüsselter Tresor für freigegebene Zugänge, gehostet in Deutschland; interne Admin-Zugänge bleiben davon getrennt beim Technik-Team. Der Unterschied zu einem eigenständigen Produkt ist nicht der Funktionsumfang, sondern die Kopplung: Wer im Portal eintritt, bekommt seine Zugänge — wer austritt, verliert sie im selben Vorgang.

Passwort-Tresor im kjello-Portal mit freigegebenen Team-Zugängen
Im Portal sehen Mitarbeitende nur die Zugänge, die für ihre Rolle freigegeben sind. Was beim Austritt zu entziehen ist, steht am selben Ort.

Genau das ist die Lücke, die ein reines Tool offen lässt. Ein Passwortmanager verwaltet die Ablage; ob beim Austritt tatsächlich jemand die Zugänge entzieht, entscheidet der Prozess drumherum. Wie oft der schiefgeht, zeigt der Blick auf verwaiste Konten im Unternehmen und auf ein sauberes Berechtigungsmanagement im Mittelstand.

Wenn jemand neu anfängt: Laptop da, E-Mail eingerichtet, Telefon läuft. Wenn jemand geht: Zugänge zu. Mehr wollen wir gar nicht.

Geschäftsführer · Beteiligungsgesellschaft · 8 Mitarbeitende

Und die Grenze, damit niemand Zeit verliert: kjello ist auf Unternehmen mit 20 bis 250 Mitarbeitenden zugeschnitten. Konzerne mit eigener IT-Abteilung fahren mit einer dedizierten Enterprise-Lösung und eigenem Betriebsteam besser, reine Cloud-only-Startups oft mit Bitwarden oder 1Password und einer Nachmittagseinrichtung. Der Preis für kjello Core liegt bei 29 € pro Nutzer und Monat, optional 10 € für Antivirus und EDR, M365-Lizenzen kommen als Durchleitung dazu — nachzulesen auf der Preisseite. Darin ist der Betrieb enthalten, nicht nur das Werkzeug.

In vier Schritten zur Entscheidung

Der häufigste Fehler ist, mit dem Produktvergleich anzufangen. Fangen Sie mit dem Bestand an — dann ist die Auswahl in der Regel schon vorentschieden:

  1. Zugänge inventarisieren. Welche Systeme, welche Konten, wer nutzt sie heute. Erfahrungsgemäß tauchen dabei ein Drittel mehr Dienste auf als erwartet.
  2. Trennlinie ziehen. Was ist persönlich, was betrieblich, was administrativ? Betriebliche Zugänge gehören nie in einen privaten Tresor, administrative nie in einen Team-Tresor.
  3. Zwei Kandidaten testen, nicht sechs. Vier Wochen mit einer echten Abteilung, inklusive eines simulierten Austritts. Wer den Notfallzugriff nicht geprobt hat, hat ihn nicht.
  4. Prozess festschreiben. Wer legt Zugänge an, wer entzieht sie, wer prüft das nach. Ohne diesen Schritt ist die Software nur ein besserer Ordner.

Ein Nebeneffekt lohnt sich mitzunehmen: Die Inventur aus Schritt 1 ist zugleich die Grundlage für Single Sign-on und für den späteren Umstieg auf Passkeys — beides reduziert die Zahl der Passwörter, die überhaupt noch verwaltet werden müssen. Wo Ihr Grundschutz sonst noch Lücken hat, zeigt der IT-Sicherheits-Check in wenigen Minuten.

Unsicher, welche Variante zu Ihrer Größe passt?

30 Minuten, kostenlos, ohne Vertriebsdruck — wir sagen auch, wenn ein Tool allein reicht.

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Fazit: Das Werkzeug ist die kleinere Hälfte

Acht Lösungen, drei Lager, eine Erkenntnis: Die Auswahl des Produkts ist die einfachere Aufgabe. Bitwarden und Passbolt sind stark, wenn Budget und Kontrolle zählen und jemand den Betrieb übernimmt. 1Password und Keeper sind stark, wenn Bedienbarkeit und ausgebaute Verwaltung wichtiger sind als der Preis. heylogin ist stark, wenn Euro-Preis und europäische Ausrichtung zählen. KeePass und Vaultwarden sind stark, wenn eigene Admin-Kapazität vorhanden ist.

Die schwierigere Hälfte ist das, was danach kommt: dass Zugänge beim Eintritt entstehen, beim Rollenwechsel wandern und beim Austritt verschwinden — verlässlich, ohne dass jemand daran denken muss. Wer diesen Teil nicht mitplant, hat in einem Jahr denselben Wildwuchs wie vorher, nur in einer schöneren Oberfläche. Wie sich das im Austrittsfall sauber dokumentieren lässt, steht in der Offboarding-Checkliste nach DSGVO; wie Zugriffe und Nachweise im Portal zusammenlaufen, zeigt die Seite zu Sicherheit und Compliance und das Self-Service-Portal.

PasswortmanagerIT-SicherheitAnbietervergleichMittelstand

Geschrieben von

Jens Hagel

Gründer & Geschäftsführer

Jens Hagel gründete 2004 das Systemhaus hinter kjello und betreut mit seinem Team über 150 mittelständische Unternehmen. Er schreibt über das, was er in echten Firmen erlebt – praxisnah, ehrlich und ohne Fachchinesisch.

Häufige Fragen

Welcher Passwortmanager ist der beste für Unternehmen?
Es gibt keinen pauschalen Testsieger, weil der Bedarf auseinandergeht. Für Unternehmen mit knappem Budget und Bereitschaft zum Eigenbetrieb ist Bitwarden meist die günstigste ernsthafte Option. Wer Wert auf Bedienbarkeit und Anbindung an Single Sign-on legt, landet häufig bei 1Password. Braucht die Lösung Euro-Preise und europäisches Hosting, kommen heylogin oder Passbolt in Frage. Die Auswahl sollte an vier Kriterien hängen: Rechtemodell, Notfallzugriff, Datenstandort und Betriebsaufwand.
Was kostet ein Passwortmanager für Unternehmen?
Die am 07.08.2026 veröffentlichten Listenpreise liegen bei jährlicher Zahlung im einstelligen Bereich pro Nutzer und Monat. Bitwarden nennt 4 US-Dollar für Teams und 6 US-Dollar für Enterprise, 1Password 8,99 US-Dollar für Business, heylogin 3,99 € und Passbolt 4,50 € für die Pro-Edition. Quelloffene Varianten wie KeePass, Vaultwarden oder die Passbolt Community Edition sind lizenzkostenfrei, verursachen aber Betriebsaufwand. Keeper, Dashlane und NordPass weisen auf ihren Preisseiten keinen festen Betrag aus.
Sind Cloud-Passwortmanager DSGVO-konform?
Sie können es sein, aber nicht automatisch. Entscheidend sind der Serverstandort, ein Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und die Frage, ob der Anbieter technisch selbst an die Passwörter kommt. Genau dieser letzte Punkt war 2025 der zentrale Befund der BSI-Untersuchung: Bei drei von zehn geprüften Produkten war ein Herstellerzugriff theoretisch möglich. Anbieter mit Zero-Knowledge-Architektur und dokumentiertem Sicherheitskonzept sind hier im Vorteil.
Lohnt sich ein selbst gehosteter Passwortmanager?
Nur mit eigener Admin-Kapazität. Lizenzkostenfrei heißt nicht kostenfrei: Der Server will gepatcht, gesichert und überwacht werden, und der Ausfall trifft ausgerechnet den Dienst, über den alle Zugänge laufen. Das BSI hat 2024 den Quellcode von KeePass und Vaultwarden geprüft und bei Vaultwarden zwei Schwachstellen hoher Schwere gefunden; sie wurden über ein Responsible-Disclosure-Verfahren gemeldet, und die Entwickler haben laut BSI bereits reagiert. Quelloffen bedeutet also nicht automatisch fehlerfrei, sondern überprüfbar. Für Unternehmen ohne dedizierte IT-Person ist eine gehostete Lösung meist die günstigere Rechnung.
Was passiert mit den Passwörtern, wenn jemand das Unternehmen verlässt?
Ohne geregelten Notfall- beziehungsweise Administrationszugriff bleiben die Zugänge im persönlichen Tresor der ausgeschiedenen Person und damit unerreichbar. Ein Unternehmens-Passwortmanager braucht deshalb zwingend geteilte Tresore für alles Betriebliche und ein administratives Verfahren, um einen Einzelaccount zu übernehmen oder zu sperren. Der Schritt gehört fest in die Offboarding-Checkliste, sonst fällt er beim ersten Austritt auf.
Ersetzen Passkeys den Passwortmanager?
Mittelfristig verschieben Passkeys die Aufgabe, sie schaffen sie nicht ab. Solange Fachanwendungen, Lieferantenportale und ältere Systeme noch Passwörter verlangen, braucht es weiterhin eine zentrale Ablage. Die meisten Anbieter im Markt verwalten inzwischen beides — Passwörter und Passkeys — im selben Tresor. Der realistische Weg ist deshalb ein Nebeneinander über mehrere Jahre, kein Stichtagswechsel.

Zugänge zentral verwalten statt einzeln nachpflegen

kjello bringt Passwörter, Konten und Geräte in ein Portal — mit deutschem Hosting und einem Prozess, der beim Austritt greift.